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Costa Blanca Ihren Namen verdankt die Küste einerseits den traditionell weiß gestrichenen Häusern, andererseits aber auch den starken Lichtverhältnissen, die den Sand weiß überstrahlt erscheinen lassen. Dieser Gegensatz zwischen blauem Meer und weißer Küste wird auch dargestellt in der blau-weißen Flagge der Provinz Alicante (Stadt des Lichts), zu der die Costa Blanca gehört. Sie wird deshalb manchmal auch als Golf von Alicante bezeichnet. Im Süden schließt sich die Costa Calida an, das Mar Menor wird je nach Quelle zu beiden Küsten gerechnet.
Die Costa Blanca ist wegen ihres milden mediterranen Klimas ein beliebtes Ferienziel von Touristen aus Spanien und ganz Europa. Seit den 50er Jahren haben sich viele Deutsche in diesem Teil Spaniens angesiedelt. Für manche Deutsche mit Nazi-Vergangenheit war dort ein idealer Unterschlupf, da Franco ihnen ein unauffälliges Leben mit Schutz vor internationaler Strafverfolgung zusicherte (Quelle Spiegel 42, 2005). Nach dem Tode Francos und mit der Demokratisierung des Landes hat die Region einen Wirtschaftsaufschwung auch in der Tourismus-Industrie erlebt, der bis heute - abgesehen von gelegentlichen kleineren Einbrüchen - anhält. Die Costa Blanca zählt daher heute zu den Motoren der spanischen Wirtschaft. Mit dem Tourismus stieg auch das Bauvolumen, was die Region zur größten Baustelle Europas machte. Die Region hat bereits 13 Golfplätze mit angrenzenden Urbanisationen in Größen von bis zu zwanzigtausend Wohneinheiten. Weitere 52 Golfplätze sind in Planung. Im vergangenen Jahr wurden Genehmigungen für den Bau von 70.000 Projekten erteilt, ein Einbruch ist noch nicht abzusehen, wenngleich sich immer weniger Kunden finden lassen, die bereit sind, die erheblich gestiegenen Preise für eine Immobilie zu zahlen. Zunehmend macht sich bemerkbar, dass eben andere zahlungskräftigere Käuferschichten, vornehmlich aus Osteuropa, sich an der Costa Blanca ansiedeln. Ein Beweis hierfür ist die russisch-orthodoxe Kirche unterhalb der Nobelurbanisation Altea Hills.
Mit der Aufwertung des britischen Pfundes und dem Ausbau der Flugverbindungen nach England wurde die Küste auch dem einfacheren englischen Publikum zugänglicher, das sich hauptsächlich im belebten Benidorm tummelt.
Zu den bekanntesten Ausflugszielen zählen die Freizeitparks Terra Mítica, Mundo Mar, Terra Natura und auch der Safari-Park in Vergel. In Valencia gibt es die Ciutat de les Arts y Ciencies, die Stadt der Künste und Wissenschaften, ein futuristisches Projekt mit einem Wissenschaftsmuseum, Planetarium und Wasserpark. Im angeschlossenen Kunstpalast werden Theaterstücke, Konzerte und Opern aufgeführt. Alicante Hafen
Sicherlich sehenswert sind auch die kleinen Dörfer im Hinterland. Viele der Dörfer haben sich noch ihren spanischen Ursprung erhalten, andere Dörfer, die näher zur Küste liegen, sind von Feriensiedlungen und Luxusapartments nicht verschont geblieben. Trotzdem sind besonders die Dörfer Jalon, Lliber, Alcalali, Parcent, Murla, Castell de Castels, Guadalest und viele andere einen Besuch wert.
Bei einem Besuch an der weißen Küste kann sich jeder Besucher in Touristikinformationsbüros, die in jedem größeren Ort leicht zu finden sind, über das Hinterland und diverse Ausflugsmöglichkeiten erkundigen. In den Bergen von Jalon, in Les Murtes, gibt es ein deutschgeführtes Eselsgestüt, das sich für die Rettung und Erhaltung der vom Aussterben bedrohten andalusischen Riesenesel bemüht. Ein kommerzielles Interesse lässt sich jedoch auch hier bei den Betreibern nicht ausschließen.
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