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Geschichte des Weinbaus in Spanien Der Weinbau in Spanien kann auf eine über 3'000 Jahre alte Geschichte zurück schauen. Ausgrabungen aus dieser Zeit belegen, dass damals schon Reben auf der iberischen Halbinsel kultiviert worden sind.
Die Phönizier gründeten etwa 1100 v.Chr. die Stadt Cádiz (früher Gadir) und bauten den Hafen zu einem Weinhandelszentrum in der Mittelmeerregion aus. Etwa 200 v. Chr. erreichte Cádiz den ersten Höhepunkt. Das Imperium Romanum schätzte den Wein aus Andalusien (früher die römische Provinz Baetica) über alles. Die Mauren fielen im Jahre 711 ein und rodeten aus religiösen Gründen grosse Teile der Rebberge und erlaubten nur noch die Produktion von Rosinen. Die Moslems führten aber auch die Kunst der Destillation in Spanien ein. Erst 700 Jahre später gelang den Christen die Rückeroberung. Mönche legten wieder neue Weinberge an. Beginn des 16. Jahrhunderts führten die Spanier grosse Mengen Wein und Reben nach Amerika aus und legten den ersten Grundstein für den Weinbau auf diesem neuen Kontinent.
Die Reblaus fiel auch um 1850 in Spanien ein und vernichtete die meisten Reben. Eine Ausnahme bildete die Region Rioja. Sie wurde erst später durch die Reblaus-Plage erreicht und zu dieser Zeit waren schon die meisten Rebstöcke veredelt und somit resistent. Zu dieser Zeit wanderten viele französische Winzer nach Spanien aus und brachten ihr ausgereiftes Know-how der Kellertechnik mit. Während dem spanischen Bürgerkrieg um 1930 wurden viele Rebanlagen zerstört.
Heute ist Spanien eines der dynamischsten Weinländer Europas. Mit rund 1,2 Millionen ha Rebfläche (Jahr 2004 1'198 TSD ha oder rund 15% der Weltproduktion) und ca 48 Millionen (2004/2005) Hektoliter Wein pro Jahr liegt Spanien mit Frankreich (ca. 55 Mio / 2004) und Italien (ca. 50 Mio / 2004) im Wettkampf um den ersten Platz der weltweit grössten Weinproduzenten. Etwas über 60% der Anbauflächen werden für weisse Rebsorten kultiviert. In Spanien gibt es über 750 Weinbaugenossen-schaften, die etwa 70% des Weinanbaus kontrollieren.
Etwa ein Drittel der gesamten Weinproduktion wird exportiert, vorwiegend nach Deutschland. Das entspricht etwa 20% des Exportumsatzes. Die kleine Schweiz liegt an 6. Stelle mit knapp 5% des gesamten Exportumsatzes des Weins aus Spanien. Mengenmässig führt allerdings Frankreich die Liste an, gefolgt von Deutschland, Italien und Portugal. Der grösste Umsatz bei den spanischen Qualitätsweinen wird mit dem Export von Schaumweinen (Cava) erzielt. Es folgen Weine aus Rioja, Jerez und Valencia.
Die spanischen Weine aus dem Rioja werden erst dann verkauft, wenn sie Trinkreife haben. Die Spanier haben die gute Gewohnheit, ihre Weine solange in den Bodegas zu lagern, bis sie tatsächlich trinkreif sind. |
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